Operative Methoden

In der Adipositaschirurgie stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Die Entscheidung darüber, welche der Methoden die individuell richtige ist, kann erst nach erfolgreichem Abschluss der Vorbereitungsphase getroffen werden. Eine Gewichtsreduktion von etwa 5% gilt als anzustrebendes Ziel der vorbereitenden Behandlung. Auf dieser Seite informieren wir Sie über die Operationsmethoden, die im Adipositaszentrum Nordhessen zum Einsatz kommen.

Magenballon

Der Ballon wird in Fällen extremen Übergewichts mit zusätzlichen Erkrankungen vor anderen Operationen eingesetzt, um die Risiken der späteren Operation (auch der Narkose) zu reduzieren. Nach einem entsprechenden Gewichtsverlust - ein BMI unter 50 wird angestrebt - kann dann die eigentliche Operation vorgenommen werden. In seltenen Fällen kann die Behandlung mit dem Magenballon allein ausreichend sein.

Magenband

Die Implantation eines Magenbands ist die Operation ist mit den geringsten kurzfristigen Risiken und auch mit den wenigsten langfristigen Nebenwirkungen verbunden, da die operative Manipulation bei dieser Methode sehr begrenzt ist. Die normalen anatomischen und physiologischen Bedingungen bleiben dabei erhalten. Von allen Methoden sind die langfristigen Ergebnisse sind beim Magenband am stärksten von der Mitarbeit des Patienten abhängig.

Schlauchmagen

Der Schlauchmagen ist für Patienten geeignet, die einem Fremdkörper im Körper kritisch gegenüberstehen. Erste Erfahrungen deuten darauf hin, dass der Gewichtsverlust nach dieser Operation größer ist, als nach einer Magenbandimplantation. Allerdings birgt dieser Eingriff ein etwas höheres OP-Risiko und ist auch nicht mehr rückgängig zu machen. Derzeit ist die Schlauchmagen-Operation der häufigste bariatrische Eingriff in Deutschland, so auch an unserer Klinik.

Magenbypass

Den Magenbypass setzen wir nur in Fällen mit ganz massiven Übergewicht (BMI > 55 kg/m2) oder bei ausgeprägten Begleiterkrankungen, insbesondere Diabetes, ein. Nach einem Bypass müssen lebenslang bestimmte Vitamine und Mineralstoffe  zugeführt werden, um langfristig Mangelerscheinungen zu vermeiden. Auch eine ausreichende Proteinzufuhr muss  gewährleistet sein. Wenn dies über die Nahrung nicht gelingt, muss ggfs. durch Konzentrat ergänzt werden.

Eine Bypass-Operation kann auch bei unzureichendem Gewichtsverlust nach einer Schlauchmagen-Operation vorgenommen werden.